14. August 2011

Zweitgeist Kündigung aufgehoben

Das Hamburger Landgericht hat die Kündigung bei Zweitgeist aufgehoben.

Tja, die Mühlen der Justiz mahlen langsam. Es hat 2 Jahre gedauert. Aber jetzt ist offiziell klargestellt: die Kündigung war unwirksam.

Was für eine Kündigung? Februar 2009 wurde ich als Geschäftsführer bei der von Christine und mir gegründeten Firma Zweitgeist fristlos gekündigt. Die Kündigung war Teil des Versuchs einiger Investoren, Zweitgeist an den Rand des Konkurses zu führen, um die Firma dann zu übernehmen.

Was heißt hier Firma übernehmen? Einige Investoren haben ein lächerlich niedriges Angebot gemacht, um den Gründern ihre Anteile abzukaufen. Damit man auf dem Papier die Firma so niedrig bewerten konnte, musste sie sehr schlecht aussehen. Das ist nicht leicht bei 3 Millionen Usern und 400.000 neuen Usern pro Monat und wenn man anfängt wirklich Geld zu verdienen. Deshalb mussten alle Mitarbeiter entlassen werden. Eine Firma ohne Mitarbeiter sieht nämlich wirklich schlecht aus.

Jedenfalls sind bei diesem "Spielchen" 25 Arbeitsplätze verloren gegangen. Eure Arbeitsplätze, sozusagen Kollateralschaden, weil jemand eine stark wachsende Internetfirma übernehmen wollte. Aber das kümmert Investoren nicht wirklich. Da zählt nur der mögliche Gewinn beim Verkauf. Und da gab es eben einen Investor, der sich ausgerechnet hat, dass er seinen Anteil vervierfachen kann. Später mehr dazu.

Jedenfalls hat das Gericht klargestellt, dass der erste Akt, die Kündigung, ungültig war.

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PS: Dass mir jetzt keiner mit Winner-Stories/Loser-Stories kommt. Natürlich haben alle nur verloren. Die anderen hoffen aber, dass nicht bekannt wird, was für einen Scheiss sie gebaut haben. Aber es ist das wahre Leben, mein Leben und euer Leben, eure Arbeitsplätze. Es ist wahr, deshalb gehört es geschrieben und nicht verheimlicht. Heimlich ist jetzt aus.

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