30. Mai 2014

Software ist so ein Weichei

(Symbolbild)
Da arbeitet man Monate an einem Stück Software. Tausende Zeilen Code, hunderte Klassen und Objekte, zig trickreiche Stellen und ein paar geniale Kniffe, ohne die es nicht geklappt hätte. Alles ist fertig, fast alles ist solide, das meiste sogar robust. Jetzt wird released.

Deployment, Pressemitteilung, Traffic kommt, User auch. Das Leben ist eine Party.

Plötzlich: bei der Presseagentur geht's nicht. Ein Geschäftspartner hat einen Absturz. Ein Kollege hatte das auch mal auch, hat aber nichts gesagt, weil Neustarten geholfen hat. Ein paar User sind genervt, aber man kann es ja nie allen Recht machen. Der Vertrieb sagt es geht überhaupt nicht, naja, die übertreiben immer. Das kennt man ja.

OK, selbst probieren: es stimmt, da ist ein Problem. Nicht groß, aber es nervt genug, dass man es eigentlich nicht lange benutzen will. Und man erinnert sich an so einen nervigen Fehler, der manchmal während der Entwicklung aufgetreten ist. Aber F5 hat immer geholfen.

Eigentlich geht's ja, zumindest 99,9 %. Die verdammte Software ist so undankbar. Die User auch. Man könnte es ja auch richtig benutzen. Endlos viel Arbeit und alle reden nur über den einen kleinen Fehler. Dabei ist der Rest so toll.

Merke: ein Fehler der selten auftritt ist auch ein Fehler. Er will gefunden werden, sonst ist er beleidigt und ärgert uns später.

Merke: das eine Prozent vom Code mit den problematischen Stellen ist das wichtigste. Das darf es nicht geben. Sonst war alles umsonst.

_happy_debugging()

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