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2. August 2016

Galactic Developments Science Fiction Timeline jetzt als eBook

Meine Science Fiction Timeline "Galactic Developments" gibt es jetzt bei Amazon als Kindle eBook.

Link zu Amazon: https://www.amazon.de/Galactic-Developments/dp/B01JD6COY6/

Im letzten Jahr habe ich viele neue Artikel geschrieben. Zeitweise sogar jeden Tag einen. Nicht wundern. Das ist kein Roman. Das Ding ist aufgebaut wie ein Geschichtsbuch. Jahreszahl + Ereignis. Aber mit vielen coolen Ideen.

Diese Woche zum Einführungspreis von 0,00 €. Läuft unter dem Pseudonym Norden Esstisch.

Meine Bitte an alle, die bisher schon Artikel gut fanden: runterladen, bewerten, weitersagen, denn mehr Leser = mehr Spaß beim Schreiben= mehr Material = mehr Spaß beim Lesen.

Beschreibung:

Erst besiedelt die Menschheit das eigene Sonnensystem. Dann wagt sie sich hinaus zu den Sternen. Die Menschen treffen auf fremde Völker. Die interessieren sich aber nicht immer so brennend für die Neulinge. Die Menschen mischen jetzt mit, holen sich ein paarmal eine blutige Nase, kommen aber insgesamt ganz gut zurecht. Nach einigen hundert Jahren gibt es Menschen auf fremden Planeten, die dort seit Generationen mit anderen Völkern leben und noch nie etwas von der Erde gehört haben. Das alles spielt sich ab in den Randbereichen eines alten Imperiums, das seine Grenzen nicht mehr so fest im Griff hat.

Es gibt große Imperien, aber auch Freiraum auf unbewohnten Planeten. Es gibt gigantische Organisationen, die tausend Lichtjahre und eine Billion denkende Wesen umfassen und es gibt unabhängige Individuen, die zwischen verschiedenen Völkern Handel treiben. Die einen erleben Abenteuer in der Wildnis, die anderen leben in einer perfekt organisierten futuristischen Zivilisation.

Bevor die Menschen zu den Sternen fliegen, verbringen sie erst einmal 500 Jahre im eigenen Sonnensystem. Das ist so viel Zeit, wie von Columbus bis zu uns heute. Da kann sehr viel passieren. Und es passiert viel.

Es wird entdeckt, erfunden, gebaut, eingeführt, erschlossen, eröffnet, gefunden, sich eingemischt, gekämpft, verhandelt, befriedet, befreit, geschaffen, gegründet, zerstört, gewonnen, gewagt, wiederaufgebaut, betrogen, geholfen, gelitten, geliebt, geopfert, niedergeschlagen, aufgestanden, infiltriert, verteidigt, anerkannt, verweigert, ausgeschlossen, vereinigt, aufgenommen und gelebt.

Es gibt Erfindungen, Entdeckungen, Kultur, Kunst, Wirtschaft, Industrie, Kreativität, Unterhaltung, Verschwörungen, Geheimnisse, Macht, Krieg, Frieden, Befreiung, Unabhängigkeit, Mut, Wagnis, Opfer, Wissenschaft, Technologie, Künstliche Intelligenz, Nanotechnologie, Uploads, Neuroimplantate, Raumschiffe, Habitate, Asteroiden, Planeten, Sterne, Aliens, Imperien, Königreiche, Piraten, Reisen und Wunder.

Eine realistische Zukunftsperspektive ohne Apokalypse, mit Hoffnung, aber auch mit Krisen. Eine Zeitleiste mit allen bedeutenden Ereignissen. Das Geschichtsbuch der Zukunft.

Meinungen bisher:

Ist es wert sich damit näher zu befassen!

Ich bin seit Tagen schwer beeindruckt. Die Idee einer friedlichen Alien Zivilisation ist mir eh sehr sympathisch. Dem Hauptthema Krieg und Gewalt in der Sci-Fi muss etwas entgegengesetzt werden.

Eure Stories sind immer wieder klasse...

Du hast echt Talent fürs schreiben... Deine Story fesseln einen immer wieder, freue mich jedes Mal wenn was Neues von dir kommt... Deine Sci-Fi Story haben das Potenzial z.B. als Comics veröffentlicht zu werden... Wie gesagt, danke dafür, dass du mich immer wieder fesselst mit deinen Geschichten...

Ich find' es hochspannend. 

Stoff für einen Romanzyklus! für viele schöne Technik-Romane jedenfalls... Techno-Prospektoren suchen und plündern und finden und verlieren... Das ist schon mal sehr gut entworfen...alle Szenarien gefallen mir gut... die "Dilan" erinnern allerdings etwas an "Andromeda" von ihrer Volksstruktur her, aber das macht nichts... darf ich da eine Story zu schreiben? Faszinierendes Ambiente...

Ich musste gerade etwas nachdenken, bis ich das alles verstanden habe. Das ist deutlich komplexer als der normal-flache SF-Film-Plot : ))) Die Timeline ist ja wirklich abgefahren, klasse. 

Denkst du dir die Geschichten selber aus?:) Du hast ja viel Fantasie. Ich find's gut;)

Wieder mal eine fantastische Story... geil geschrieben... Mal ein danke an alle Autoren die sich immer wieder die Mühe machen. 

23. Oktober 2015

Galactic Developments ist umgezogen auf einen neuen Server als KVM

Bisher war die Galactic Developments Website ein Apache Virtual Server auf meinem alten Hetzner Rootserver. Den hatte ich vor 6 Jahren bei einer keine-Setupgebühr-Aktion gebucht (und dann 3 Monate lang nicht installiert, was die keine-Setupgebühr-Aktion für mich ad-absurdum geführt hat, für Hetzner nicht). Inzwischen ist das Betriebssystem (Debian Sarge) aber schon aus den Security-Fixes raus gelaufen.

(Ich finde Sicherheitsaktualisierungen für nur 3 Jahre etwas kurz. Naja, ist ja Open Source. Wenn es einem nicht gefällt, dann einfach nicht benutzen oder selbst fixen, wie man so schön sagt, jedenfalls nicht meckern.)

Die Rechner der Rabatt-Aktion waren damals etwas schwach auf der Brust. Das stört nicht, wenn man nicht viel Traffic hat, aber heutzutage will man virtualisieren und mehrere Server gleichzeitig laufen lassen. Dafür ist ein ganzes GB RAM nicht genug. Der neue Server ist wieder bei Hetzner, hat aber 2 TB Platte, 32 GB RAM, 8 CPUs incl. Hyperthreading. Das sollte reichen für ein paar virtuelle.

Ich kann Debian, also weiter Debian-stable, d.h. Jessie 8.2.

Zum Virtualisieren kvm und libvirt drauf. Ein 2 GB Image für das Guest-Template erstellen mit einer Debian-minimal Installation ohne alles außer sshd. Die VMs sind nur über das interne "default" Netzwerk zu erreichen. Alle VMs bekommen statische IP Adressen vom internen DHCP.

Ein VM als Reverse-Proxy, der HTTP-Requests an verschiedene virtuelle Maschinen weiterleitet. Dafür eine iptables-Konfiguration per qemu-Hook, die immer dann die 2 iptables-Regeln setzt/löscht, wenn die VM startet/stoppt. Auf dem Proxy ein nginx, der alle Anfragen für www.galactic-developments.de an die Galactic Developments VM weiterleitet.

Der Galactic Developments Server bekommt eine eigene VM. Hier mit Apache, weil ich Apache schon kann und nicht zu viele Konfiguration ändern muss, dachte ich. Tatsächlich haben sich die Apache Entwickler ein neues Sicherheitskonzept einfallen lassen und erst mal geht gar nichts, bis ich herausfinde, dass man einen neuen Befehl (Require) braucht. Zusätzlich zum Galactic Developments Apache virtual Server gibt es noch einen CatchAll virtual Server, der Adressen wie galactic-developments.de (ohne www.) und *.galactic-developments.com auf den Hauptserver umleitet (401/permanent).

Dateien und Daten der Galactic Developments Website sind in Subversion. Das bleibt erstmal so bis sich die Community mehr beteiligt. Dann will ich git nicht im Wege stehen. Also: Repository auschecken und Apache-config darauf zeigen lassen. Bisher waren SVN Server und Website auf dem gleichen Rechner. Ein Subversion post-commit Hook hat automatisch die Website svn update'd. Poor man's Continuous Delivery. Das geht jetzt nicht mehr, weil es verschiedene Rechner sind und später - wenn der SVN Server auch umgezogen ist - gleicher Rechner, aber getrente VMs. Deshalb muss der post-commit Hook jetzt das Deployment anders triggern. Ich mag Trigger per HTTP-Request. In diesem Fall: ein Einzeiler-PHP in der Galactic Developments Website (Name lang und geheim, quasi das Passwort im Namen, Security by Obscurity), das ein lokales Shellscript startet, das wiederum "svn update" macht. Drei Einzeiler hintereinander. Man muss noch die Benutzer-Grenze überwinden vom wwwdata-User des Apache zum Eigentümer des Repositories. Deshalb wird das Shellscript mit sudo ausgeführt. Dafür eine Zeile in /etc/sudoers. Bei jedem svn commit ruft der post-commit Hook das update PHP-Script in der Zielwebsite per wget ("-O -" nicht vergessen) auf.

Dann noch DNS für www.galactic-developments.de umbiegen von rama.wolfspelz.de auf fred.wolfspelz.de und Galactic Developments ist umgezogen.

Das hört sich alles locker flockig an, hat mich aber mehrere Tage gekostet. Es gibt fast keine Anleitungen für libvirt/kvm OHNE lokales Display und ohne VNC. Auch virt-manager usw. alles nett gemeint, aber ich will kein Desktop auf meinem Server nur zum Installieren. (Wer bis hier gelesen bekommt von mir ein nagelneues Notebook). Genauso das Netzwerk: entweder es wird nicht erwähnt, was blöd ist, wenn man die VM vom Netzwerk installieren will oder es wird bridge-Networking vorgeschlagen, was bei mir einfach nicht wollte. Dabei geht das "default" Netzwerk super. Man muss es nur anschalten. Das könnte mal irgendwo stehen. Ein qemu-Hook statt bridge-Netz sehe ich nicht als Hack an, im Gegenteil.

PS: rama.wolfspelz.de war keine Frühstücksmargerine, sondern ein 50 km langes Alien-Raumschiff.

_happy_migrating()

22. April 2015

Interview auf dem Deutschen Science Fiction Portal

Auf deutsche-science-fiction.de ist mein Interview zum Thema Galactic Developments erschienen. Sven Kloepping vom  Deutschen Science Fiction Portal hat mir einige Fragen zugeschickt, die ich dann nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet habe.

Eine Frage hat mir besonders zu Denken gegeben: Inwieweit fließen reale Forschungsergebnisse und Entdeckungen in Ihr Projekt ein?

Anfangs dachte ich, dass ich als naturwissenschaftlich interessierter Physiker mein Wissen oft verwende. Immerhin lese ich die Zeitschrift der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Spektrum der Wissenschaft und Science Blogs. Ich verfolge die neueste Hochenergiephysik, war sogar live (im Stream) bei der Veröffentlichung des Higgs und bei der Landung von Philae dabei.

Bei genauerem Nachdenken ist mir dann aber aufgefallen, dass ich neuesten Erkenntnissen eher skeptisch gegenüberstehe. Damit meine ich nicht, dass ich sie anzweifle. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse sind (fast) immer korrekt. Aber es kommt immer wieder vor, dass sie später anders interpretiert werden können. Und da ich bei Galactic Developments aus der Sicht der Zukunft schreibe, bin ich vorsichtig mit brandneuen Erkenntnissen, die später relativiert werden könnten. Wenn ich Galactic Developments schreibe, dann aus der Sicht des Artikels ja schon ein paar hundert Jahre vergangen und es sind neue neueste Erkenntnisse dazugekommen, die die alten neuesten Erkenntnisse vielleicht in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Vorsicht vor Extrapolation:

Die erste Eisenbahn war mit 28 Stundenkilometer wahnsinnig schnell. Der Begriff "schnell" hat sich sicher gewandelt. Heute ist ein Zug mit 100 km/h nicht besonders schnell. Schreibt man also, dass ein Regionalzug im 25. Jahrhundert 500 Stundenkilometer "schnell" ist, dann mag das heute toll klingen. Ist auch vermutlich nicht mal falsch. Aber Thema verfehlt, weil alles ganz anders ist und Räder nicht mehr auf Metall rollen. Vielleicht nicht einmal auf Magneten schweben. Merke: einfaches Extrapolieren geht nicht. Ich versuche deshalb disruptive Änderungen zu erfinden, statt die neuesten Erkenntnisse zu extrapolieren.

Vorsicht vor impliziten Annahmen:

Die Legende sagt, dass Galileo Galilei auf den Schiefen Turm von Pisa gestiegen ist, zwei Metallkugeln fallen gelassen hat und so die Fallgesetze erfunden hat: alles fällt gleich schnell und zwar immer schneller mit einer Beschleunigung von 9,81 m/s2.

Das war damals die neueste Erkenntnis. Das ist auch immer noch richtig. Aber heute würden wir das nicht so formulieren, denn das stimmt nur auf der Erde und auch da nur auf Meereshöhe. Auf dem Mond sieht das anders aus (nur ein Sechstel davon), in tiefen Bergwerken auf der Erde ist es auch weniger (im Promille Bereich). In einer Erdumlaufbahn fällt man gar nicht auf die Erde.

Newton und Kepler haben die Gesetze der Gravitation und Bewegung verallgemeinert, so dass sie auch auf dem Mond und in tiefen Bergwerken gelten. Das macht die neuesten Erkenntnisse von Galileo nicht falsch, aber rückblickend hat Galileo "nur" einen Spezialfall beschrieben, keinesfalls allgemein gültige physikalische Gesetze.

Und dann kam Einstein und erklärte, dass auch die neuesten Erkenntnisse von Newton und Kepler nur eingeschränkt gelten. Sie stimmen, aber nur solange sich alles langsam bewegt, wenn die Schwerkraft nicht sehr stark ist und man kann sie überhaupt nur auf normale Materie anwenden, aber z.B. nicht auf Licht.

Einstein schrieb neue Formeln auf, die auch dann noch gelten, wenn sich sehr schwere Massen sehr schnell bewegen oder bei Lichtteilchen, die gar nichts wiegen und sogar mit Lichtgeschwindigkeit fliegen. Es stellte sich heraus, dass auch die Formeln von Newton und Kepler Spezialfälle einer allgemeineren Theorie waren. Und die neuesten Erkenntnisse waren plötzlich alt. Nicht falsch, aber nicht allgemein anwendbar.

Also Vorsicht vor den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft. Die sind richtig, können sich aber als Spezialfälle herausstellen und später etwas altbacken wirken. Man bekommt sogar den Eindruck, dass die Aussage von Galileo "alles fällt gleich schnell" ein bisschen falsch ist. Das liegt aber nur daran, dass er es so allgemein formuliert hat und dabei ein paar Annahmen weggelassen hat, nämlich: "1. auf der Erde und 2. auf Meereshöhe, 3. solange sich alles langsam bewegt und 4. es sich um normale Materie handelt". Tatsächlich waren Galileo diese Annahmen nicht bewusst. Sie waren implizit. Sonst hätte er vermutlich gleich eine allgemeinere Theorie formuliert und Newton, Kepler und Einstein arbeitslos gemacht.

Für mich ist deshalb die wichtigste Erkenntnis, dass alles was heute brandneu ist, später überholt sein kann, auch wenn es vorher nicht falsch war. Vorsicht vor impliziten Annahmen.

_happy_assuming()

22. Oktober 2013

Which Star Trek Character Are You?

Mein Ergebnis vom "Which Star Trek character are you?" Quiz...

You are Data:

Data
71%
Jean-Luc Picard
70%
Spock
70%
An Expendable Character (Redshirt)
65%
Geordi LaForge
65%
Leonard McCoy (Bones)
50%
Deanna Troi
50%
Mr. Scott
45%
Chekov
40%
Will Riker
40%
James T. Kirk (Captain)
40%
Beverly Crusher
35%
Worf
30%
Uhura
10%
Mr. Sulu
5%
Even though you are a genius 
you are always striving to be 
better.


Und wenn wir schon dabei sind "Which Star Wars character are you?"

You are Qui-Gon Jinn:
Overall, you're a pretty well balanced 
person. But maybe you focus a little 
too much on the here and now. 
Think about the future before its too late.

Qui-Gon Jinn
64%
Han Solo
62%
Obi-Wan Kenobi
59%
R2-D2
59%
Princess Leia
58%
Lando Calrissian
55%
C-3PO
55%
Chewbacca
55%
Padme
55%
Yoda
53%

_happy_quizzing()

7. März 2013

Galactic Developments Interview

Mein Interview zum Galactic Developments Open Source Science Fiction Projekt ist online auf dem Flyficfiction Fantasy Blog.

_happy_reading()

4. November 2012

Die besten Science Fiction

...die ich gelesen habe:
Ich habe eine Schwäche für Imperien und die Föderation, Historie und Archäologie, Hard Science, große Zahlen, Ausserirdische ohne spitze Ohren oder Noppen auf der Nase, Agenten und Verschwörungstheorien, Zeitreisen ohne Paradoxe, Cyberpunk, Laser Cluster, Nano, KI und manchmal Monarchie, Ehre, Pflicht, Helden. Ich bin immer für den Jungen (die junge Frau) vom Lande, der (die) mit Hilfe von Outlaws die Prinzessin (den Prinzen) befreit und das Empire rettet.

Die Liste der 11 "Besten" bildet genau das ab.

Die Legende von Christopher Sim / A Talent For War (Jack McDevitt)
Ich mag die Kombination von Archäologie und Zukunft. Rätsel und überraschende Wendungen. Nichts ist so wie die offizielle Geschichtsschreibung (der Zukunft) behauptet. Die anderen Romane über Alex Benedict, Antiquitätenhändler im 12. Jahrtausend, sind genauso gut. Trotz ferner Zukunft nicht techniklastig. "Epilogue: He read the inscription. Jerome Courtney died 40 years _after_ the war. Tears filled his eyes, and he went down on one knee". Sehr ergreifend (wenn man es gelesen hat). Emotion in Slow Motion nach 300 kurzweiligen Seiten. 
Die Stimme des Wirbelwinds / Voice of the Whirlwind (Walter Jon Williams)
Megacorps, Aliens, KI, Kloning, orbitale Mächte. Ein Ex-Agent wacht ohne Erinnerung auf und rettet am Ende, nach viel hin und her, die Menschheit vor einer Verschwörung. Klingt platt, ist aber eine gute Story im klassischen Cyberpunk Szenario, komplett mit Daumennagel-Displays und Video T-Shirts. Walter Jon Williams versteht was von Technik, im Gegensatz zu William Gibson, der tolle visionäre Stories schreibt, aber die IT, naja.
Der verschollene Computer / The Cosmic Computer (H. Beam Piper)
Aufstieg und Fall von Zivilisationen bewegen mich immer. Auf einem Randplaneten der Föderation: Jahrzehnte nach dem Sezessionskrieg entdecken Schatzsucher ein Geheimnis, das die Föderation zu Fall bringen kann. 
Die Ehre der Königin / The Honor of the Queen (David Weber)
Harte Military SF: Nicht wirklich pazifistisch korrekt, aber so ist die "Realität" eben manchmal. Politische Intrigen, High-Tech Marines und religiöse Fanatiker. Ein friedliches Königreich sucht Verbündete gegen einen übermächtigen Gegner und die lokalen Einsatzkräfte müssen den höchsten Einsatz bringen, um einen ganzen Planeten zu retten. Action pur. Point Defense Laser Cluster, Missile Launcher und Gamma Ray Laser garantiert.
Die Sphären / Matter (Iain M. Banks)
Hier aufgeführt als Vertreter der Kultur-Romane. Das hätte auch "Bedenke Phlebas" oder "Excession" sein können. Eines der am weitesten gespannten großartigsten Zukunftsszenarien. Mit allem was in der Science Fiction gut und teuer ist: Nano, Effektoren, hyperintelligente KI mit komischen Namen ("Not Invented Here"), uralte Zivilisationen, gigantische Raumschiffe, Formenergie, Displacement, Antimaterie, Trillionen Individuen menschlicher und anderer Bevölkerung auf gewaltigen Orbitalen, Androiden, Schiffsavatare, Mind-State-Backups. Mit High-Tech neben primitiven Planeten, wo man sich eigentlich nicht einmischen darf. Manche machen es aber doch, wie z.B. der euphemistisch bezeichnete Dienst für "Besondere Umstände" der "Kontakt" Sektion der "Kultur". Die Prinzessin eines primitiven Planeten, die in der Kultur als Kontakt-Agentin ausgebildet wurde, versucht die Milliarden Bewohner ihrer (künstlichen) Heimatwelt vor einer uralten Gefahr zu retten. Vorher muss ihr Bruder sie aber erst finden. Dafür reist er weit über seine eigenen Welt hinaus durch die "Kultur". Hat Längen, aber dafür ein dramatisches Ende. Eine Pflichtlektüre, wegen des phantastischen Szenarios. Da sehen andere Far-Future Settings echt alt aus.
Transhuman Space (David Pulver et al.)
Near Future Hard Science: Die Welt am Beginn des 22. Jahrhunderts. Kein Roman, sondern ein Rollenspiel-Setting mit dichten Fakten und kurzen Story-Fragmenten. Sehr realistisch extrapolierte Geopolitik mit 8 Großmächten, Gengineering, Memetik, Rogue AI, Mars Triaden, Fusion-Drives, High-Frontier und Broken Dreams. Wenn man David Pulver etwas vorwerfen will, dann, dass er ein Jahr vor 9/11 geschrieben hat, denn sonst hätten die Negative Growth Terrorristen den Mars Elevator wohl mit einer Nuklearwaffe doch zerstört.
Das Erdenbuch von Sturmtor / The Earth Book of Stormgate (Poul Anderson)
Kurze und längere Geschichten der Polesotechnischen Liga. Die Abenteuer unabhängiger Sternenhändler wie Nicholas van Rijn. Rätsel, Abenteuer und oft überraschende Lösungen. Erzählt aus der Sicht von Hloch vom Sturmtor Clan des fliegenden Volkes der Ythri. Im "Erdenbuch" findet man auch die Vorgeschichte der Agentenromane mit Dominic Flandry, die einige hundert Jahre später zur Zeit des Imperiums spielen.
Schismatrix / Schismatrix (Bruce Sterling)
Ein paar Jahrhunderte durch die fragmentierte Zukunft der Menschheit im Sonnensystem. Unterhaltsame Story. Der interplanetare Teil der Menschheit entwickelt sich in verschiedene Richtungen, trägt Konflikte offen und verdeckt aus während die Erde eine öko(nom|log)ische Katastrophe erfährt, was den raumfahrenden Teil nicht wirklich interessiert. Ein krazzes Zukunftsbild. Sehr bunt. Alternativ: Diamond Age, weil Neal Stephenson auf jeden Fall hier erwähnt werden muss.
Der Splitter im Auge Gottes / The Mote in God's Eye (Larry Niven und Jerry Pournelle)
Ausserirdische können auch mal ganz anders. Andere Intelligenz, andere Motive, andere Zivilisation. Ein fremdartiges Sonnensystem mit dem Bruttosozialprodukt des gesamten Empires der Menschen, das selbst gerade geschwächt aus einem Bürgerkrieg kommt. Die Expeditionsflotte muss herausfinden ob sie einer Chance oder einer Bedrohung gegenübersteht. Fast trifft man die falsche Entscheidung. Wer Larry Niven sagt, muss auch Ringwelt sagen. Ringwelt selbst ist ok, aber die unzähligen Geschichten aus dem Ringwelt-Universum Franchise sind unvergleichlich. Viele sind sehr sehr gut, aber die meisten eher Kurzgeschichten, deshalb hier nicht vertreten. Wenn mal Zeit ist für 20 k Seiten, dann Ringwelt-Universum. 
Gottes Maschinen / The Engines of God (Jack McDevitt)
Wieder Archäologie und Geheimnisse. Aber es gibt leider nicht so viele Romane ohne Gewalt und Krieg. Deshalb darf Jack McDevitt hier zweimal. Atlantis untergegangen, Sodom und Gomorra durch "Gottes Zorn" ausgelöscht. Das war vor langer Zeit. Interstellare Forschungen zeigen, dass auch auf anderen Planeten die Zivilisation regelmäßig untergegangen wird. "Irgendetwas im Zentrum der Galaxie mag anscheinend keine Mauern".
Sternenkrieger / Starship Troopers (Robert A Heinlein)
Durch den Kinofilm komplett verzerrt. Eigentlich eine klassische Hero's Journey: Johnny geht aus Liebe und Dummheit zum Militärdienst. Nach der "härtesten Ausbildung" unter dem "besten Platoon Sergeant" stolpert er durch die Einsätze, unsicher, aber doch irgendwie gut und auf jeden Fall kurzweilig. Inzwischen ist nun doch offiziell Krieg gegen die Insektenvölker und man kommt nicht mehr aus dem Militärdienst raus, ups. Also weiterstolpern, verlieben, dann Offiziersanwärter und schließlich eine Schlüsselrolle bei einer entscheidenden Kommandoaktion. "Jedes Jahr gewinnen wir ein bisschen mehr". Heinlein hat die sog. Powered Battle Armor erfunden (siehe Avatar und Matrix), genial für die damalige Zeit und in der technischen Beschreibung immer noch aktuell. Vielleicht ist er auch der Erfinder des Boot-Camps als Stilmittel.
_happy_reading()

4. August 2011

Adwords Test gesponsort von Google

Google hat mir vor einiger Zeit einen 100 € Adwords Gutschein geschickt. Anscheinend gräbt Google inzwischen auch Registergerichte durch nach neuen Firmen. Mir solls recht sein. Besser als noch ein Büromaterial-Katalog.

Das - dachte ich mir - ist doch eine gute Gelegenheit, mal kostenlos mit Adwords zu experimentieren. Die Kampagne von Google wendet sich an alle möglichen IT-Firmen. Also - dachte ich mir - muss man nicht unbedingt SEO/Adwords Experte sein, um das Angebot zu nutzen. Adwords - dachte ich mir - wird schon so einfach sein, dass ich es auch verstehe. Schliesslich - dachte ich mir - wollen sie ja, dass die kostenlose Adwords Kampagne so gut gefällt, dass man noch etwas mehr investiert. Falsch gedacht.

Adwords ist nicht für Dummies und nicht für Handbuch-Ignorierer, wie mich. Die Kampage ist zwar einfach aufgesetzt, funktioniert aber leider nicht. Ich bekomme keine Klicks. Die Ads werden gar nicht angezeigt, weil angeblich die Keyword-Relevanz zu schlecht ist.

Am Inhalt kann es nicht liegen. Der Inhalt besteht aus Massen an selbstgeschriebenen Text zu einem bestimmten Thema. Die Seiten sind reichhaltig, fokussiert, originär: www.galactic-developments.de. Daran kann es nicht liegen. Die Keywords stammen aus dem Text und jedes Keyword linkt auf die Seite aus der es stammt. Trotzdem werden die Keywords nicht angezeigt. Selbst wenn ich wollte, könnte ich nichts investieren, um die Website zu pushen, denn Google will mein Geld nicht.

Mögliche Schwachstellen meiner Kampagne:

  • Die Website hat keine META-Keywords.
  • Die Landing Pages haben nicht das Keyword im Title.
  • Die Kampagne hat nur ein Ad. Man könnte für jeses Keyword ein Ad machen.
  • Die Keywords kommen nicht im Ad-Text vor.
  • Die Website ist nicht SEO-optimiert.
  • Ich habe nichts zu verkaufen. Adwords ist für Shops gemacht, die immer direkt auf ein Produkt linken.
_happy_advertising()

27. Februar 2011

A Busy Spaceport in Earth Orbit

This is not Science Fiction:


There is a big space station in earth orbit. It spans 2 soccer fields. It has the weight and pressurized volume of a Boeing 747.

The station has a current population of 12 people.

There are 6 (!) spacecraft docked:
  • 2 russian soyuz crew vehicles
  • 1 russian progress transporter
  • a japanese HTV transporter
  • a european ATV transporter
  • an american space shuttle

2 x Soyuz
TMA-20 & TMA-01M
Russia
Progress
M-09M
Russia
HTV-II
Kounotori 2
Japan
ATV-2
Johannes Kepler
Europe
Space Shuttle
Discovery
USA










Never again will there be so many spacecraft including a shuttle docked. This is mostly due to the shuttle's retirement. Only two more shuttles will visit the ISS. Other craft will replace the shuttle.

With the Space Shuttle retiring and no improved reusable craft following, it looks like there has not been much progress in the last 30 years. But the completed ISS with 6 craft attached and 12 people is a much larger and developed space operation, than during the single-module days of Skylab and Salyut. A different order of magnitude:

Skylab
SalyutISS






_happy_undocking()

1. Dezember 2010

Science Fiction Comes True

This looks like an image from a Science Fiction movie. But it is not. It is reality.

The image shows a real astronaut in a real space station and a real earth through real windows.

We see astronaut Tracy Caldwell Dyson inside the cupola of the ISS space station. The cupola has been installed during Space Shuttle mission STS-130 on 15 February 2010. It is the largest window ever deployed in space.

The Space Shuttle era comes to an end. It seems to the public, that not much progress has been made. But there actually is development. The cupola image is one indication. And more than 100 Space Shuttle missions result in unprecedented operational experience in space. Another sign for advance is the fact, that the Space Shuttle was not the only one. There are other "returnable" launch systems in active operation (X-37B) created by organisations with a budget, that is larger than NASA's.
_happy_spacing()

23. Mai 2010

Galactic Developments ist Premium Content

Habe letzte Woche ein kostenloses Adwords-Schnupperangebot von Google verwendet, um Besucher auf Galactic Developments zu leiten. Laut Google Analytics hatte die Website einige hundert Besucher in wenigen Tagen und sie scheinen das echt zu lesen.

Besucher bleiben im Schnitt unglaubliche 8 Minuten und machen dabei 7 Seitenzugriffe. Mehr als eine Minute pro Seite. Entweder sie schlafen ein oder lesen es tatsächlich.

Die Verteilung der Verweildauer ist auch interessant. Ein Drittel springt nach 10 Sekunden ab. Das sind natürlich die, die was Anderes erwartet haben. Weitere 12 % klicken bis zu einer Minute rum. Danach kommen die echten Leser: über die Hälfte bleibt länger als eine Minute, die Meisten bis 10 Minuten.

39% von denen, die die ersten Geschichtsseite (Interplanetare Entwicklung) lesen, klicken zur nächsten, obwohl da nur ganz unten nach längerem Scrollen ein Link ist. Ab da ist der Leser "gefangen". Von der zweiten Seite (Die solare Koalition) geht es für 86% weiter zu Der Aufbruch zu den Sternen. Da setzen leiche Ermüdungserscheinungen ein: weiter gehts mit 47% zu Siedlungspolitik auf Konfrontationskurs. Ab da klickt der harte Kern der Leser weiter von Seiten zu Seite: 86%, 62%, 82%, 90%. Alles ziemlich gute Werte.

Das ist richtig toll.

_happy_reading()

3. Juni 2009

Galactic Developments: Open Source Science Fiction Projekt

Habe meine Website Galactic Developments gründlich runderneuert und vom alten Frameset-Design auf ein templatebasiertes CMS umgestellt.

(Ich weiss, eigentlich nicht der Rede wert.)

Ursprünglich wollte ich den Inhalt auf einen Blog umziehen, wegen den automatischen Web20 Features, aber seitdem Suchmaschinen Blogs runter-gewichten wird eine eigene Site wieder sexy. Also bitte: http://www.galactic-developments.de

_happy_renovating()

3. Februar 2008

CCPs Fehler

Kurz gesagt: "World of Darkness" ist ein Fehler. Er könnte CCP wieder an den Rand des Abgrunds bringen. Ich hätte da eine bessere Idee.

CCP ist die Firma hinter EVE-Online. Nach einem schwierigen Start bei dem auch noch der Publisher Pleite ging und CCP das eigene Game vom Insolvenzverwalter kaufen musste, schwimmt CCP seit einiger Zeit im Geld. Im Gegensatz zu allen anderen MOG gibt es bei EVE-Online eine kontinuierliche Steigerung der Userzahlen. Inzwischen zahlen 200.000 Abonnenten 14 $/€ im Monat. Das bedeutet ca. 30 Mio. Umsatz im Jahr. Damit kann man schon was machen.

Vier Dinge macht CCP:
1. Software: EVE-Online wird gepimpt bevor es altbacken wirken konnte. Engine und "Art" wurden komplett neu gemacht. Features werden weiterhin kontinuierlich erweitert, aber was noch bemerkenswerter ist: es kommen auch scheinbar sinnlose Features hinzu, wie das sog. "Ambulation" Projekt (Walking in Stations).
2. Marketing: CCP hat angekündigt Werbung über die bisherige Zielgruppe hinaus zu machen und neue Kundenkreise zu erschließen und dabei speziell Frauen anzusprechen, die in MOGs weniger auf Kämpfen aus sind, sondern mehr auf Socializing. Da Frauen sich noch weniger als Männer mit Raumschiffen identifizieren sondern eher mit (gestylten) Avataren, kommt hier das Ambulation Projekt ins Spiel.
3. Wachstum durch Übernahme: CCP hat White Wolf gekauft. White Wolf ist (relativ un-)bekannt für das Rollenspiel World of Darkness und andere "dark" RPGs mit starkem Storytelling Aspekt, aber weniger 3D, sondern eher Pen-and-Paper. Offiziell ein Merger zwischen den Firmen, aber: "White Wolf will be operated as a wholly-owned subsidiary of CCP. Hilmar Petursson, Chief Executive Officer of CCP, will be CEO of the combined company".
4. Produkte: White Wolf wird World of Darkness als MOG mit der EVE Engine entwickeln.

Es ist toll, dass
- EVE-Online prosperiert, weil es ein Highlight am MOG Himmel ist,
- CCP die Technik verbessert, sogar bevor das nötig wurde,
- EVE-Online auch weniger Geeks, mehr Frauen und andere normale Leute ansprechen soll.

Es ist ganz nett, dass
- man auf Stationen rumlaufen kann und endlich aus dem Schiff rauskommt,
- CCP sich verstärkt durch erfahrene Storyteller,
- CCP ein zweites MOG macht.

Aber:
In einem Interview sagt Mike Tinney von White Wolf, man wisse noch nicht ob man die World of Darkness Zielgruppe mit einem MOG ansprechen kann. Ich kann mich ja irren, aber ganz allgemein ist die Zielgruppe für Vampir/Grusel Rollenspiele bisher nicht so groß. Erst kommt Fantasy, dann lange nichts, dann SF/Endzeit, dann historisch und Gegenwart ziemlich dicht beieinander. Dann kommt in der Popularität Vampir/Grusel/"dark". Zumindest bisher. Vielleicht muss es einfach mal jemand versuchen, aber bisher scheint das Marktpotential eher begrenzt, vor allem, wenn man nicht einmal sicher ist, ob man die World of Darkness Fans rüberziehen will und kann. Ein großes MOG kostet 20-50 Mio $/€. Da sollte man schon was wissen. Darüber hinaus ist die Strategie von CCP nicht ganz stimmig, denn das Ziel Frauen und Mainstream anzusprechen passt nicht zu World of Darkness, noch weniger als zu Hard-Science-Fiction.

Soweit die Kritik.

Jetzt kommt der Vorschlag:
Das neue MOG könnte eine Art Sims-Online im Science-Fiction Skin mit starken Role-Play und Melee-Combat Elementen sein. Wenn man Frauen und den Mainstream ansprechen will, das hat CCP richtig erkannt, sollte man Socializing anbieten. Die Leute müssen sich begegnen können und sich nicht nur als kleine Quadrate auf schwarzem Grund im Scanner sehen. Mit anderen Worten: Avatare, die man stylen kann, ein Leben, das man sich einrichten kann, Stichwort: Player Housing. Sozusagen World of EVE. Das normale Game-Leben würde in einer hyperentwickelten, coolen, privilegierten Welt stattfinden, umgeben von Technik und Lifestyle, mit postmodernen jungen westlichen und asiatischen Street-Trends.

Ausgehend von so einem futuristischen Online Leben würde man Abenteuer in der Oberwelt erleben, Verschwörungen aufdecken und die Welt retten (siehe The Longest Journey). Man könnte in diesem Setting leicht zwischen realem und Cyberspace wechseln (Otherland). Und wo Licht ist, ist auch Schatten. Die Unterwelt der Ultramoderne ist groß, finster und alt. Sie ist ein perfektes Umfeld für eine Art World of Darkness in der Technologie auf archaische Künste und Monster trifft. Vampire? Kein Problem: das Produkt von kriminellem Bioengineering oder entfesselter Nanotechnologie. Oder einfach entstanden in Jahrtausenden in den kilometertiefen Kellern planetarer Megalopolen.

Natürlich sind Abenteuer in Ober- und Unterwelt mit Kämpfen verbunden, mit Skills, Waffen, Quests, Schießen, Nano-/biologische Kampfmittel, Feldwaffen, Casten, Regenerieren, Heilen, fiese Gegner, Roboter, Cyberspace-Hacking, Monster, also Anarchy-Online on Speed. Und hier kommen wir dann zurück zum alten Traum vieler EVE-Online Spieler: Melee-Combat, nämlich nicht nur rumlaufen ("Ambulation") auf Stationen, sondern kämpfen in Korridoren, Stationen besetzen, Gegner aus den Kojen werfen, Kommandozentralen erobern, in dunklen vergessenen Bereichen alter Stationen Quests erledigen und die Welt (Station) retten. Und ... was EVE-Online Spieler nicht zu träumen wagen: auf Planeten landen und in eine hypermoderne, Wohn- und Abenteuerwelt eintauchen.

Das wäre für CCP die perfekte Kombination. Ein Dreigestirn von Socializing/Lifestyle mit einem Melee-Combat MOGs und nahtlosem Übergang zu EVE-Online. Es würde EVE-Online noch attraktiver machen für den Mainstream, gleichzeitig eine neue Welt schaffen, die sogar SecondLife vom Platz fegen kann und genug Raum lassen für die dunkle Seite.

Ich hoffe, dass CCP das noch erkennt und nicht 20 Mio. in das falsche MOG steckt.

18. November 2007

IEC - Hoax oder Rettung der Welt

Am 9. November 2006 präsentierte ein alter Mann im Google-Firmenseminar (Google Tech Talk) eine erstaunliche Theorie. Der Mann war Dr. Bussard. Bussard ist bekannt für den sogenannten Bussard Ramjet, einen hypothetischen Raketenantrieb, der interstellaren Wasserstoff durch Magnetfelder einsammelt, komprimiert und zur Kernfusion bringt. Das war aber nicht die Theorie, über die er bei Google berichtet hat. Der Ramjet stammt schon aus den 60-er Jahren. Bussard befasst sich also schon seit 50 Jahren mit Magnetfeldern und Kernfusion. Er ist ein ernstzunehmender Physiker und Ingenieur. Er war in den 70-er Jahren Assistant Director der Atomic Energy Commission und bis in die 80-er Jahre an einigen Projekten zur Tokamak-Kernfusion auch für das DOE beteiligt. Bussard hat mehrere Unternehmen gegründet, darunter 1984 die EMC Corporation, eine Anspielung auf Einsteins E=mc^2 Formel.

EMC hatte über viele Jahre bis 2006 Forschungsaufträge der US-Regierung. Die Firma beschäftigte sich mit der Herstellung von Prototypen für einen neuen Typ von Kernfusionsreaktor. Und das ist der Punkt an dem die Geschichte erstaunlich und für Laien undurchschaubar wird. Das heißt aber nicht, dass sie nicht wahr sein kann.

Bussard berichtet, dass seine Firma an IEC-Fusion arbeitete. IEC ist die Abkürzung für Inertial Electrostatic Confinement, also elektrostatischer Trägheitseinschluss. Kernfusion ist in der Theorie einfach. in der Praxis aber sehr schwierig. Man bringt leichte Atome (z.B. Wasserstoff, Lithium, Bor) sehr eng zusammen. Sie verschmelzen zu schwereren Atomkernen und setzen dabei Energie frei. Die Energie kann man dann verwenden, um Strom zu erzeugen. Leider stoßen sich Atomkerne ziemlich stark ab, da alle positiv elektrisch geladen sind. Man muss sie deshalb unter hohem Druck einsperren und zusammenhalten. Das nennt man Einschluss (=Confinement).

Es gibt verschiedene Methoden Atome zusammenzupressen. Zum Beispiel so wie es in Sternen (unsere Sonne) geschieht, durch Gravitation. Dafür braucht man sehr viel Masse, ca. 100.000 mal so viel wie das Gewicht der Erde. Das ist also technisch nicht praktikabel. Eine vielversprechende Methode ist der Einschluss durch Magnetfelder. In sich geschlossene (Tokamak) Magnetfelder, die 100.000 mal stärker sind als das Erdmagnetfeld können Atomkerne genügend zusammenpressen. Darüber hinaus kann man auch Wasserstoffkügelchen mit gigantischen Lasern beschießen, so dass sie explodieren wobei für kurze Zeit ein großer Druck entsteht, der die Atome genügend zusammenpresst. Das nennt man Trägheitseinschluss. Sowohl am magnetischen Einschluss, als auch am Trägheitseinschluss wird noch geforscht. Es ist aber jetzt schon klar, dass wenn sie eines Tages wirklich funktionieren dafür ziemlich große und teure Anlagen gebaut werden müssen.

Genauso wie sich die elektrischen Ladungen der Atomkerne abstoßen, ziehen sich gegenseitige Ladungen an. Man könnte deshalb die Abstoßungskräfte überwinden, indem man einen negativ geladenen Pol (Kathode) aufstellt zu dem alle Atomkerne hingezogen werden. Sie werden dort so stark hingezogen, wie sie sich untereinander abstoßen. Die negative Ladung müsste nur etwas größer sein, als die positive, dann kommen sich die Atome ziemlich nahe. Das nennt man elektrostatischer Einschluss (= electrostatic confinement). Das einzige Problem dabei ist, dass mit dem Druck der eingeschlossenen Atomkerne auch die Temperatur steigt. Und zwar auf viele Millionen Grad. Das heißt, dass die Kathode ziemlich schnell schmilzt und kaputt ist. Die einzige Lösung ist eine sog. immaterielle Kathode, die nur aus Elektronen besteht. Man müsste die Elektronen zusammenhalten ohne ein Material, dass schmelzen kann. Man kann tatsächlich Elektronen durch ein Magnetfeld zusammenhalten. Mit der richtigen Magnetfeldstruktur kann man einen Klumpen Elektronen an einer Stelle in der Mitte der Magnetfelder fixieren. Schießt man jetzt leichte Atomkerne darauf, dann kreisen die Kern um den Elektronenklumpen in der Mitte und treffen sich immer wieder. Jedes mal, wenn sie sich treffen, können sie verschmelzen und Energie erzeugen. Die Kunst bei diesem Verfahren besteht in der Anordnung der Magnetfelder. Die müssen so dicht sein, dass die Elektronen nicht entkommen können und zusammenbleiben, um die immaterielle Kathode zu bilden. Das nennt sich dann IEC: inertial electrostatic confinement.

Dr. Bussard behauptet nun, dass seine Firma einen Prototypen diese Maschine für ein paar Millionen Dollar an Forschungsmitteln gebaut hat. Das Gerät, genannt Fusor, sieht etwa so aus wie 3 ineinander geschachtelte Helmholtz-Spulen. Das Prinzip ist nicht neu. Schon vor 80 Jahren gab es Vorschläge für sphärische Kathoden, um Ionen einzuschließen. Auch in Los Alamos in den 50-er Jahren wurde daran geforscht. Bussards Beitrag besteht darin, die Kathode immateriell zu machen. Sie besteht nur aus freien Elektronen, die nicht schmelzen können. So einen Fusor kann man mit relativ wenig Aufwand herstellen. Nur die Hochspannungen und Stromspulen mit hohen Leistungen sind eine Herausforderung. Es gibt sogar Studenten, die das in ihrer Freizeit gemacht haben. Aber ein Fusor, der für kommerzielle Kernfusion eingesetzt werden kann, hat dann doch höhere Anforderungen. Anscheinend ist auch die Größe des Geräts ein wichtiger Faktor. Nach den Berechnungen der EMC Corporation müsste ein 3 m großer Fusor dicht genug sein, um die Elektronenwolke im Inneren festzuhalten. Der Prototyp bei EMC war nur 30 cm groß.

Dieses 3 m große Gerät würde 200 Millionen US Dollar kosten und dauerhaft Strom produzieren. Bussard behauptet in seinem Vortrag, dass ein 3 m großer Fusor 100 Megawatt Leistung erzeugen könnte, genug für einen Stadtteil. Der notwendige Treibstoff ist unendlich verfügbar auf der Erde. Das IEC Verfahren ist sogar geeignet für Proton-Bor Fusion bei der nur geladene Teilchen (Alphateilchen) entstehen, die direkt in Strom umgewandelt werden können ohne den Umweg über Hitze zu gehen, wie bei heutigen Atomkraftwerken und bei den anderen geplanten Fusionskraftwerken. Zu allem Überfluss geht das alles ohne nennenswerte Radioaktivität. Es werden zwar Atomkerne verschmolzen, aber der Proton-Bor Prozess erzeugt nur Alphateilchen, keine Neutronen, wie die Kernspaltung oder die Deuterium-Tritium Fusion der Tokamaks. Da die Kernreaktoren vor allem duch Neutronenbestrahlung radioaktiv werden, entfällt sogar dieser Nachteil. Das ist keine kalte Kernfusion im Wasserglas. Das ist echte Technik mit bekannten physikalischen Effekten. Man könnte innerhalb von 10-20 Jahren von Kohle und Erdöl wegkommen und saubere Energie erzeugen. Fusor-Kraftwerke sind kleiner und billiger, als Kohle- und Kernkraftwerke und würden eine dezentrale Energieversorgung erlauben in der jeder Stadtteil sein eigenes Kraftwerk hat.

Bleibt die Frage: wo ist der Haken? warum gibt es das noch nicht?

Dr. Bussard sagt, dass es keinen Haken gibt. Ich kann nicht beurteilen, ob die Technik funktioniert. Es hört sich physikalisch vernünftig an und es gibt auch viele unabhängige Fusor-Entwicklungen. Es müsste nur jemand ein paar hundert Millionen Dollar investieren, um das erste Kraftwerk zu bauen.

Und da liegt laut Bussard das Problem. Jeder, der hundert Millionen Dollar/Euro investiert fragt erst mal ein paar Experten, ob das Projekt machbar ist. Und alle, die gefragt werden sind irgendwie verbunden mit der klassischen Tokamak Fusionsforschung. Der nächste Tokamak Forschungsreaktor (JET), der in Frankreich gebaut werden soll hat ein so großes Budget, dass eine ganze Generation von Fusionsforschern davon leben, arbeiten, promovieren, habilitieren, profilieren und emeritieren wird. Niemand hat ein Interesse durch ein positives Gutachten die Forschungsgelder der nächsten 20 Jahre zu gefährden. Deshalb sind alle Gutachten zumindest zurückhaltend, aber nie uneingeschränkt positiv. Bussard jedenfalls hat die Finanzierung der nächsten Stufe in den vergangenen Jahren gesucht und nicht gefunden. Er sag, dass er mit 79 Jahren inzwischen zu alt ist, um sich gegen die Widerstände durchzusetzen. Seine Firma hat ein paar Millionen vom DoD bekommen, v.a. von der Navy, weil die Navy immer an kompakten Stromquellen (für Flugzeugträger und U-Boote) interessiert ist. Aber alles was darüber hinausgeht wäre eine politische Entscheidung und da gibt es Widerstände im Establishment, angefangen von den Fusionsexperten, bis zu den Ölfirmen und Energiekonzernen.

Das alles klingt nach Verschwörungstheorie. Vielleicht ist es ja auch wahr. Vielleicht ist der Vorschlag technischer Unsinn. Vielleicht ist es die Lösung der Energie- und Umweltprobleme. Die US Navy hat EMC finanziert. Vielleicht erfahren wir in 20 Jahren, dass US Atom-U-Boote ab 2015 mit IEC-Fusion fuhren, statt mit Kernspaltung.

Der finanzielle Aufwand um Gewissheit zu bekommen ist viel geringer, als das was sonst in Fusionsforschung gesteckt wird, sogar geringer, als die jährliche Förderung alternativer Energiequellen in Deutschland. Ein Technologieland, wie Deutschland könnte zumindest die wenigen Millionen Euro investieren, um einen 1 Meter Prototyp zu bauen. Auch wenn man damit die Arbeit von Bussard noch mal wiederholt. Und Deutschland hat eine Physikerin als Bundeskanzlerin. Da könnte man auf höchster Ebene die Chancen erkennen.

Deshalb meine Bitte von Physiker zu Physikerin: liebe Frau Merkel, sehen Sie sich in einer freien Minute mal IEC-Fusion an. Vielleicht ist es ein Hoax eines alten Mannes, vielleicht aber die Lösung der Energieprobleme und der Weg zur Einhaltung ihrer Klimaziele.

Links:
- "The Advent of Clean Nuclear Fusion: Super-performance Space Power and Propulsion", Robert W. Bussard, Ph.D., 57th International Astronautical Congress, October 2-6, 2006
- "Should Google Go Nuclear?", November 9, 2006, 1.5 MB (revised August 30, 2007)
- askmar.com: IEC Fusion
- Tom Ligon’s Link and Resource List for the Bussard Fusion Reactor

Soweit der Stand der Dinge im Sommer 2007.

Letzten Monat, am 6.10.2007 ist Dr. Bussard an Krebs gestorben.

Zwei Monate zuvor ist der Forschungsvertrag für Dr. Bussards Firma EMC verlängert worden.

Es sieht so aus, also ob die US Regierung da an der falschen Stelle gespart hat. Die US Navy hat über 11 Jahre 20 Mio Dollar spendiert und keine Veröffentlichungen zugelassen. Ende 2005 ist der Forschungsauftrag ausgelaufen. Seit 2006 veröffentlich und spricht Dr. Bussard über die Technologie. Hätten sie ihn weiter finanziert, hätte die amerikanische Industrie vielleicht 10 Jahre Vorsprung gehabt. Aber Vorträge, wie der bei Google haben das Interesse von Physikern in aller Welt auf dieses Thema gelenkt. Innerhalb von wenigen Jahren werden andere Nationen, vielleicht auch die Industrie in diese Technologie investieren. Und vielleicht tritt ja der unerwartete und unwahrschinliche Fall doch ein, dass eine neue Technologie weltweit die Energieprobleme löst. Dann könnte man fossile Rostoffe besser verwenden, als sie zu verbrennen und Kernkaftwerke mit radioaktiver Strahlung blieben eine Randnotiz im Geschichtsbuch.

29. Juli 2007

Tech Idole

Es gibt ein paar Leute, die ich wirklich bewundere:

  • Robert X. Cringely wegen seinen unermüdlichen und mutigen Near-Term Vorhersagen und weil er das Gras wachsen hört. Seine Kolumne (jetzt: Blog) (jetzt: nicht mehr online) ist ein Geheimtipp für Leute, die Geld auf Technologie wetten.
  • David Pulver für seine Weitsicht und die umfassenden Prognosen im Transhuman Space Setting. Es zeigt sich, dass er in vielen Dingen ziemlich richtig liegt. Das einzige was man ihm vorwerfen könnte ist, dass er 9/11 nicht vorhergesagt hat. Hätte er Jahr später geschrieben, dann hätte Negative Growth den Mars-Elevator doch zerstört.
  • Douglas C. Schmidt weil dieser Mensch erstens C++ programmiert wie ein Gott und im gleichen Leben auch noch hunderte von Veröffentlichungen schreibt und viele Millionen an Drittmitteln einwirbt. Mehrere Fulltimejobs und trotzdem ein Privatleben. Das längste Resume, dass ich je gesehen habe. So unmöglich für Normalbürger, wie Half-Life 2 in 90 min.
wird fortgesetzt.

28. November 2005

Kanzlerin Janeway



Gestern im Fernsehen 2 Frauen vor einer grossen Aufgabe. Beide müssen 2 Mannschaften zu einer schmieden. Die eine im Delta Quadranten, die andere in der Tagesschau.

Die eine: "We have no idea of the dangers we're going to face, but one thing is clear, both crews are going to have to work together if we're to survive. That's why Commander Chakotay and I have agreed that this should be one crew to seek out new worlds and to explore space."

Die andere: "Eine große Koalition, die wir jetzt schmieden wollen, bietet die Voraussetzung dafür, diese Aufgaben gemeinsam anzugehen. Und ich glaube, dass wir das vielleicht auch nur gemeinsam schaffen können."