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20. Juni 2009

Are we witnessing the birth of infosocialism?

Infosocialism was originally a philosophy created by David Pulver, Jon F. Zeigler and Sean Punch for the Transhuman Space role-playing game.

The core of infosocialism is the observation, that information is very different from material goods in that it can be given away without the former holder losing anything. The notion of "intellectual property", however, often leads to injustice, more than omitting it altogether. Therefore, infosocialism claims, that "information wants to be free".

David Pulver introduces infosocialism in 2034. But it looks like we are witnessing the birth of a similar movement in the real world now. In 2006 the "Pirate Party" was founded in Sweden. It strives to reform laws regarding copyright and patents. The party got 7% of the total Swedish votes in the 2009 European Parliament elections. Pirate parties have been founded in several other countries.

The agenda also includes the strengthening of privacy rights and the freedom of information. These ideas are key factors in the movement against internet censorship in Germany, where the government passed a law to establish a censorship infrastructure with the combined votes of the grand-coalition between the German social democrats and conservative party. The law is made to for a very good cause. However, german activists and opposition parties claim, that the methods planned by the government are as well insufficient for the cause as they are threatening to privacy and the freedom of information.

The german pirate party got 0.9% in the European elections. If the topic remains active for three more months, then there is a good chance, that the german pirate party gains several percent in the general elections. Many voters of the traditional left-wing anti-establishment party, the greens, do not feel represented, since many green representatives abstained from voting on the internet censorship architecture law. Pirate parties are supported primarily by a technophile, young, well educated, middle class electorate. A good match.

40 years ago, the green movement emerged with an environmental agenda. It was then strengthened by the opposition against nuclear power during the 1970s. Later it went mainstream with a much broader environmental, left-wing, yet middle-class program. We might be seeing similar development, where "pirate parties" start with an anti intellectual property agenda, then activate people with privacy issues. Later the movement might turn into a more general infosocialism which includes copyright/patent issues, privacy, and transparency. In a modern society, where information is the most valuable factor, these issues may influence our life more than we currently think.

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26. März 2009

The greatest technical achievement

I have never posted a Youtube video, but this is really magnificent.

A flyby of the the Orbiter Discovery at the ISS in full light. The sun is in the back of the camera and you can see the shadow of Discovery moving over the solar panels. This is the first non-computer generated movie of such a flyby with ISS in its final size with full solar panel equipment. The ISS is about the size of 2 soccer fields.

The completion of the ISS is the greatest achievement of modern technical engineering and at 100 Milliarden Euro it is one of the biggest wastes of money. But the money, that could save all children of the planet, is only a minor expense in times of war and economic stimulus packages.

Whatever the price tag, the ISS is the queen of human engineering projects.

(Honorable mention in the categories engineering and GDP usage at their time: the pyramids, the great wall, the grand canal, and the Qin Shi Huang mausoleum)

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5. November 2008

Der erste schwarze Präsident - hä?

Schon mal jemand aufgefallen, dass eine weisse Mutter und ein schwarzer Vater zusammen etwa fifty-fifty ergibt. Das kann man auf- oder abrunden (wenn man unbedingt runden muss). Oder zählt das weiss weniger, weil von der Mutter? Ist das versteckter männlicher Chauvinismus? Und wieso sind die "Weissen" (wer auch immer die sind, klingt irgendwie wie billige Nahrungsmittel) so scharf darauf, möglichst wenig zu sein? Jedes Baby, das mal einen pigmentierten Uropa hatte, wird den "Schwarzen" zugerechnet. Vorsichtshalber werden auch alle mit spanischen Omas rausgerechnet. Schon klar, dass die "Weissen" in USA Angst haben müssen "die Mehrheit zu verlieren". Wie blöd muss man eigentlich sein?

27. September 2008

Gummibärchen...

...sind kein Stück besser als wir Menschen. Rote Gummibärchen als "anders" zu bezeichnen bloss weil sie eine andere Farbe haben, ist echt ungummibärlich. Die Roten sind zwar in der Minderheit, aber auch die Gelben sind nur eine von vielen Farben. Die Vielfalt macht die Tüte bunt.

Wären die Gelben wirklich besser dran, wenn es nur Gelbe gäbe? Fühlen sie sich durch die wenigen Roten bedroht? Würden die Gelben wirklich besser schmecken, wenn es keine Roten gäbe? Eigentlich sollte nur der Geschmack zählen und nicht die Farbe. Und die Vielfalt.

Auch Du kannst helfen: bevorzuge nicht die roten Gummibärchen. Zeige den Gelben, dass sie genauso geliebt werden.

2. März 2008

Schwanzwedeln

Denken Hunde eigentlich über ihr Verhältnis zum Menschen nach? Weiß der Hund, dass er besser riechen kann, aber Herrchen dafür besser ist in Differentialrechnung? Interessiert es ihn überhaupt? Sollte es ihn kümmern? - wahrscheinlich nicht.

Aber Menschen denken manchmal darüber nach, ob es noch etwas Anderes gibt, etwas Höheres, Intelligenteres, Besseres, Umfassenderes. Menschen haben das Gefühl, dass da noch etwas ist. Nur was es ist, da sind sie sich nicht einig. Vielleicht ist es ein Zustand, den Menschen selbst erreichen können, vielleicht ist es ein höheres Wesen, vielleicht ist es transzendent. Die einen nennen es Natur oder Nirvana, andere Gott, manche nennen es Protector oder außerirdische Superintelligenzen.

So viele Menschen glauben daran und vielleicht haben sie ja Recht. Angenommen da ist tatsächlich ETWAS. Lohnt es sich darüber nachzudenken? Können wir ES durch unsere Art des Nachdenkens erfassen? Sollte es uns kümmern? - wahrscheinlich nicht.

Noch mal zurück zum Hund: Hunde sind vermutlich zufrieden, wenn sie gesund sind, regelmäßiges Futter haben und mit Frauchen spazieren gehen ("zufrieden" hier im biologischen Sinne, wenn Hormone Schwanzwedeln verursachen). Hunde treffen andere Hunde und kommunizieren mit ihnen. Manche mögen sich, manche bellen sich an. Summa summarum ein schönes Hundeleben. Und dann ist da noch der Mensch. Sicher nimmt der Hund den Menschen wahr. Der Mensch setzt Randbedienungen innerhalb derer sich der Hund bewegt. Der Mensch bestimmt, wann es Futter gibt, wann Gassi gegangen wird, wann und ob Fortpflanzung stattfindet. Eine Hundeleine an der Wohnzimmertür schüttet Glückshormone aus. Aber freut sich der Hund in Erwartung zukünftiger Ereignisse basierend auf bewußter Extrapolation vorangegangener Erlebnisse? Nein, der Hund verfügt über Mechanismen, die ihn Schwanzwedeln lassen. Aber planerisches Denken spielt dabei keine große Rolle.

Auf der Straße kann es zu einer Situation kommen, wo der Mensch den Hund vor einem Auto rettet indem er an der Leine zieht. Der Hund kennt vermutlich keine Kausalkette: Laufen - Auto - Zusammenstoß - Genickbruch. Wie konnte der Mensch wissen, was hätte passieren können? Fragt sich der Hund warum der Mensch an der Leine zieht? Eher löst der Zug nur kurze Irritation aus, ändert ein Verhalten und ein mögliches Ereignis tritt nicht ein. Aus der Sicht des Hundes müsste das wie Hellsehen wirken. Aber der Hund denkt nicht darüber nach. Im fehlt die Ausrüstung. Ihm fehlt das planerische theoretische Denken. Selbst wenn er es versuchte, könnte er menschliche Intelligenz nicht verstehen. Man braucht menschliche Intelligenz, um menschliche Intelligenz zu verstehen. Wahrscheinlich merkt der Hund einfach nur, dass da ETWAS ist und lebt gut damit.

Zurück zum Menschen: viele merken, dass da ETWAS ist. Wir spekulieren darüber und denken uns Erklärungen aus. Wir vertreten unsere Lieblingserklärung manchmal so vehement, dass wir andere Menschen dafür umbringen. Dabei können wir die richtige Erklärung gar nicht geben. Uns fehlt die Ausrüstung. Wir wissen nicht einmal was da fehlt. Letztlich können wir ES nicht verstehen. Man braucht ES, um ES zu verstehen und wir haben ES nicht.

Aber wir könnten gut damit leben, wenn wir uns damit abfinden würden. Grübeln wird wahrscheinlich nicht helfen. Andere umbringen auch nicht. Schwanzwedeln - oder was Menschen eben tun wenn sie sich freuen - wäre meistens besser. Da kann der Mensch vom Hund noch was lernen.

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