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16. Januar 2010

Metaprognose Fazit 2009

Nun ist es offiziell. Das BIP ist um 5% geschrumpft.

Hier nochmal der erste Absatz meines Postings vom 6. Februar:

"Zur Zeit überbieten sich die Wirtschaftsforscher mit Negativprognosen. Während vor einem halben Jahr für 2009 noch 1,5% Wachstum in Deutschland vorhergesagt wurde, liegen wir im Moment schon bei -2,5%. Extrapoliert man das Q4 2008, dann wären auch -4,8% möglich."

Na bitte.

Nur so nebenbei: da steht auch "DAX 3.500". Das war bei einem Stand von 4644. Einen Monat später war dann das Minimum bei 3666.

Gar nicht so schlecht für'n Techie.

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15. Oktober 2009

Aktuelle Metaprognosen zur Wirtschaftsentwicklung

Die Grafiken zeigen ab jetzt immer den aktuellen Stand:

Die Prognosen haben sich deutlich erholt. Das ging so schnell, dass sich die Diskussion um Krümmungsradien der ersten Artikel erübrigt hat. Es ist erstaunlich, wie sich die Prognosen an die Stimmung in der Wirtschaft anlehen. Eigentlich sollten sich die Prognosen aus Modellen ableiten und nicht nur aus Umfragen. Klar, Wirtschaft ist viel Psychologie, aber die Börse scheint in den letzten 18 Monaten besser die Zukunft zu prognostizieren, als die Wissenschaftler.

Während der Krise gingen die Prognosen leicht ins Minus, haben sich aber wieder erholt. Allerdings darf man diese Erholung nicht überbewerten, denn je tiefer der Fall in 2009, desto größer das Korrekturpotential in den Folgejahren. Ein 2 prozentiges Wachstum nach einem -5 % Fall hört sich nach solidem wiedererstarktem Wachstum an. Tatsächlich liegt die Wirtschaftsleistung aber noch 3 % geringer als 2 Jahre zuvor, während man in guten Zeiten eher +5 % für 2 Jahre erwartet. Also trotz scheinbar erholter guter 2 % eine Diskrepanz von 8 % zu einem guten Verlauf.

Februar 2009
April 2009
Juni 2009
Oktober 2009

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6. Juli 2009

Metaprognose Juni 09

Von Oktober bis Mai befanden sich die Prognosen in einem linear fallenden Korridor. Aber inzwischen zeichnet sich eine Änderung der Charakteristik ab.

Nach einem weiteren Cluster von fortgesetzt pessimistischen Prognosen in April/Mai [B] hellt sich die Meinung der Institute nun etwas auf, so dass die Juni-Prognosen [C] vom linearen Verlauf abweichen und weniger schnell fallen, als noch vor 2 Monaten. Mit anderen Worten: die Prognosen werden weniger schnell schlechter, aber immer noch schlechter.

Szenarien:
- Nach den Juni-Prognosen zeichnet sich eine Stabilisierung ab: -6,5% scheint möglich nach [7]. Dafür ist aber ein sehr scharfer Knick nötig. So ein Knick ist nicht auszuschließen, wenn sich die Forschungsinstitute tatsächlich, wie vorher angedeutet in einem kollektiven Schock befanden und deshalb im Mai etwas überzogen haben. Dann wären die Krümmung nur deshalb so groß, weil die Mai-Prognosen zu steil ausgefallen sind.

- Legt man als maximal mögliche Krümmung den gleichen Absolutwert an, wie beim Absturz zwischen August und November 08, dann kann man einen Verlauf bis -7,5% erwarten [8].

Szenario [8] gilt aber nur falls es im 2. Halbjahr keine bösen Überraschungen gibt. Beruhen die aktuellen Prognosen nur auf den schlechten Zahlen des ersten Halbjahrs oder sind weitere Krisen schon eingerechnet? Als Nachfolgekrisen bieten sich an:

  • Kaufkraftverlust durch auslaufende Kurzarbeit ab Oktober. Wenn erstmal 15% arbeitslos sind, statt 5%, wird wesentlich weniger konsumiert, sicher von den betroffenen 10%, aber alle anderen sind dann auch vorsichtig. Deutsche weigern sich noch, sich persönlich betroffen zu fühlen. Wenn sich das ändert...
  • Inflation ist vielleicht das einzige Mittel mit dem die USA ihre Schulden abtragen können, wenn sie noch weiter wachsen. Im Moment sind die (öffentlichen) Schulden im Rahmen, vergleichbar den deutschen, kleiner als die japanischen und italienischen, aber wenn sie durch Konjunkturprogramme stark wachsen, könnten die USA vielleicht eine stärkere Geldentwertung dulden (oder fördern). Mit nur 10% Inflation kann man den Chinesen 200 Mrd. Dollar pro Jahr abnehmen. Das wäre der größte "Diebstahl" der Geschichte und völlig legal.
  • Deflation droht beim aktuellen Nachfrageeinbruch und kann sich selbst verstärken, wenn Nachfrage zusätzlich zurückgehalten wird, weil niedrigere Preise erwartet werden. Ob Inflation oder Deflation passiert, weiss anscheinend keiner, bzw. jeder weiss was anderes.
  • Währungskrisen und (Beinahe-)bankrotte einzelner Staaten. Kalifornien, als Nation die 8. größte Volkswirtschaft, ist zahlungsunfähig. (Das liegt auch daran, dass US-Staaten keine Schulden machen dürfen, ist also nicht ganz vergleichbar.) Aber wenn es Osteuropa richtig erwischt oder sogar Euro-Länder Irland und Griechenland, dann wird es richtig teuer, denn denen wird trotz No Bailout Klausel geholfen. Bei Euroländern drohen zwar keine Währungskrisen, aber trotzdem Zahlungsunfähigkeit durch hohe Renditeaufschläge.
  • Kreditkartenkrise oder Krisen in anderen Finanzsektoren. Vor der Subprime-Krise kannten nur wenige Subprime-Zertifikate, deren Derivate und Begleitprodukte, z.B. CDS. Vielleicht gibt es ja noch andere riskante Produktgruppen.

[7] könnte das gleiche Wunschdenken ausrücken wie [4] im Februar. Das schlechteste Szenario vom Februar [4] hat sich als viel zu optimistisch herausgestellt. Damals war eine negatives BIP Wachstum von -5% undenkbar. Genauso wie heute -10% undenkbar ist. Wenn eine größere Nachfolgekrise auftaucht, dann werden wir froh sein über nur -10%.

Da auch Dienstleistungen einschließlich staatlicher Aufgaben in das BIP einfließen, bedeutet -10%, dass ca. 25% weniger materielle Güter hergestellt werden. Mit anderen Worten: trotz der größten Krise seit 80 Jahren führen 75% der Käufer ihre Bestellungen durch und schieben Investitionen nicht auf. Man könnte auch erwarten, dass nur halb so viele gewerbliche und private Anschaffungen getätigt werden, wie letztes Jahr. Das wäre dann ein BIP von -20%. Es gibt Berichte, dass der Containerumsatz in Shanghai, dem größten Hafen der Welt, auf 30% eingebrochen ist. Das würde bedeuten, dass die Welt nur ein Drittel so viel (in China) einkauft, wie letztes Jahr. Da scheint 50% nicht so fern und 75% richtig komfortabel. Anders ausgedrückt: BIP -10% kann auch noch "richtig komfortabel" wirken.

Hoffen wir, dass das Juni-Wunschdenken [7] nicht das gleiche Schicksal erleidet, wie das Februar-Wunschdenken [4].

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5. April 2009

Metaprognose April 09

2 Monate später gibt es neue Daten, die Szenario 4 etwas zu optimistisch wirken lassen. Die Daten im grünen Bereich sind seit Februar dazu gekommen. Sie bilden einen neuen Cluster in fast linearer Fortführung der fallenden Tendenz von Oktober bis Februar.

Mögliche Szenarien:

[5] selbst wenn sich die Prognosen langsam stabilisieren sieht -6 bis -7 % derzeit wahrscheinlicher aus.

[6] es ist trotzdem nicht auszuschließen, dass sich alle Wirtschaftsinstitute in einem kollektiven Schockzustand befinden und sich mit Negativprognosen überbieten. Vielleicht gibt es Mitte des Jahres bessere Wirtschaftsdaten und sie kommen plötzlich wieder zur Besinnung.

Ein Verlauf nach [6] würde Wirtschaftsprognosen fast ad absurdum führen. Das sieht dann eher nach Reaktion, als nach Projektion aus. Die Wirtschaftsinstitute wirken im Moment eher wie Getriebene und Überrumpelte, denn wie Analysierende und Wissende.

Es sieht ganz so aus, als ob die Modelle der Institute versagt haben. "Versagt" ist natürlich ein starkes Wort und klingt nach persönlichen Fehlern der Wissenschaftler. Aber so ist das in Wahrheit nicht. Wissenschaftler analysieren die Welt, die sie vorfinden. Daraus konstruieren sie mathematische Modelle. Ein Modell ist dann richtig, wenn man Zahlen in die Formeln einsetzt und tatsächlich gemessene Wirtschaftsdaten herauskommen. Wenn das Modell besonders gut ist, dann kann man Zahlen einsetzen, die man in naher Zukunft erwartet und eine Wirtschaftsprognose für die nahe Zukunft bekommen. Das funktioniert im Moment nicht mehr, da der Zusammenbruch der Finanzmärkte nicht in den Modellen abgebildet wurde.

Das ist zumindest die aktuelle Erklärung: es fehlt einfach ein Faktor, der plötzlich dominant geworden ist, so dass das ganze Zahlenwerk irrelevant wird im Vergleich zum nun dominierenden Faktor. Der wurde ausgelassen, weil er bisher nicht wichtig war. Eine typische Näherungslösung und auch richtig, weil dieser Faktor bisher das Ergebnis nie verändert hätte.

In der Physik ist man viel weniger schockiert, wenn eine Theorie platzt. Im Gegenteil, das Leben des theoretischen Pysikers besteht darin sich Theorien auszudenken und diese zu veröffentlichen. Wenn sich eine Theorie bestätigt, dann freut man sich und schreibt noch eine Veröffentlichung. Die Freude hält aber nicht ewig, weil es irgendwann langweilig wird. Wenn die Theorie das Experiment perfekt beschreibt, dann wird der theoretische Physiker irgendwann arbeitslos. Er kann dann nur noch hoffen, dass das Experiment (die Realität) irgendwann ein bisschen vom Modell abweicht.

Genau das ist beim LHC im CERN geschehen. Der Vorgänger (LEP) hat das Standardmodell der Quantenphysik so genau bestätigt, dass man eigentlich zufrieden sein sollte. Es gibt nur mathematische Unschönheiten und kleinliche Kritik, wie zu viele Parameter, aber die Natur hält sich perfekt an das Standardmodell. Was tut also der Physiker? Er bittet die Regierung um ein paar Milliarden Euro, um eine neue Maschine (LHC) zu bauen, die vielleicht doch noch eine Abweichung zwischen Modell und Experiment aufdecken könnte.

Reines Wunschdenken? Nein. Es ist eine wohl bekannte Tatsache in der Physik, dass ein Modell nur in einem bestimmten Bereich gilt. Schaut man genauer hin, dann ergeben sich Abweichungen und man erweitert die Theorie. Das ist schon oft geschehen. So hat sich die Wissenschaft entwickelt, von Galileo Galilei und dem Fallexperiment am schiefen Turm von Pisa, über Newton und Kepler bis zu Einsteins Relativitätstheorie. Jede Theorie baut auf der anderen auf, verfeinert sie und beschreibt die Natur genauer.

Warum müssen Modelle in der Physik erweitert werden? Wann versagen sie überhaupt? Was ist so ein "Bereich" in dem eine Theorie gilt? Normalerweise hat das mit Energie zu tun. Theorien gelten in einem bestimmten Energiebereich. Steigert man die Energie, dann kommen andere Aspekte der Natur zum Vorschein, die nicht von der alten Theorie erfasst werden. Man braucht eine neue Theorie, die die neuen Aspekte einbezieht, weil diese irgendwann dominieren und alles andere verdrängen. Bei höherer Energie wirken vor allem die neuen Aspekte der Natur. So ist das bei Newton und Einstein passiert. In der Nähe von Schwarzen Löchern, die sehr viel Energie haben, ist der Raum stark gekrümmt. Newton wusste nichts von Raumkrümmung. Auf der Erde stimmt Newtons Theorie. Aber bei einem Schwarzen Loch spielt die Raumkrümmung eine so starke Rolle, dass die normale Newton-Theorie falsch wird. Man muss die Raumkrümmung mit berücksichtigen. Dann stimmt es wieder. Die Raumkrümmung ist der neue Aspekt der Natur, der plötzlich wichtig wird, bei hohen Energien.

Zurück zur Wirtschaft. Ein neuer Aspekt in der Wirtschaft ist plötzlich wichtig geworden: die Stabilität von Finanzderivaten, ihre Auswirkungen auf Interbankenkredite und letztlich auf die Realwirtschaft. Vorher waren Finanzderivate vernachlässigbar für die Entwicklung der Realwirtschaft. Auf einmal werden Finanzderivate entscheidend. Sie treten hervor und dominieren das Verhalten der Wirtschaft, auch der Realwirtschaft. Warum tritt dieser Aspekt der Wirtschaft so hervor?

In Analogie zu physikalischen Modellen könnte man annehmen, dass Wirtschaftsmodelle ihren Gültigkeitsbereich verlassen haben. Wodurch wird der Gültigkeitsbereich definiert? Was entspricht dem Begriff der Energie aus physikalischen Modellen? Vielleicht die Geldmenge? Wenn die Rolle des Geldes in einem Wirtschaftsmodell der Energie in einem physikalischen Modell entspricht, dann wird leicht verständlich warum Wirtschaftsmodelle versagen. Die Umsätze mit Finanzderivaten bewegen sich eine Größenordnung über denen der Realwirtschaft. Diese Umsätze haben neue Aspekte hervor treten lassen, die bisher vernachlässigt wurden

Man hat sozusagen ein Experiment gemacht mit viel mehr Energie, als je zuvor. Dabei hat man herausgefunden, dass es Abweichungen zwischen Theorie und Praxis gibt. Jetzt ist es Zeit, die Modelle anzupassen auf den neuen Energiebereich. Für die Wirtschaftswissenschaftler eine Überraschung, für Physiker ganz normal, aber für die Welt eine Katastrophe.

Das "Versagen" bezieht sich nicht auf fehlerhafte Modelle, sondern darauf, dass die Theoretiker nicht erkannt haben, dass sich das Experiment ausserhalb des Gültigkeitsbereichs ihrer Modelle befindet. Insofern wird Szenario [6] doch wieder möglich, weil sich ein Modellwechsel abzeichnet. Das alte Modell versagt, Panik macht sich breit, die Theoretiker entwickeln nach einer Weile ein besseres Modell und alles normalisiert sich wieder. Wunschdenken?

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6. Februar 2009

Metaprognose


Prognostiziertes Wirtschaftswachstum aufgetragen gegen Prognosedatum. Quelle: ifo, IWF, HWWI, EU-Kommission, DIW, IfW, RWI, OECD.

Zur Zeit überbieten sich die Wirtschaftsforscher mit Negativprognosen. Während vor einem halben Jahr für 2009 noch 1,5% Wachstum in Deutschland vorhergesagt wurde, liegen wir im Moment schon bei -2,5%. Extrapoliert man das Q4 2008, dann wären auch -4,8% möglich.

Wo also geht die Reise hin? Welches Negativwachstum bekommen wir nächstes Jahr? Das ist natürlich genau die Preisfrage und daran versuchen sich viele gute Leute. Das kann ich nicht besser beantworten. Aber vielleicht kann man diesen vereinten Sachverstand nutzen.

Man könnte eine Metaprognose versuchen. Statt die Entwicklung der Wirtschaft aus Wirtschaftsdaten vorherzusagen, versucht man die Entwicklung der Prognosen aus Prognosedaten abzulesen.

Ein Jahr im Vorraus ist die Datenlage offensichtlich ziemlich vage. Aber Ende 2008 können Wirtschaftsinstitute schon aus Q4 auf 2009 extrapolieren. Im Lauf des Jahres 2009 werden die Prognosen immer wieder angepasst. Ein immer größerer Teil des Jahres ist dann schon bekannt. Der Fehler wird immer kleiner. Ende 2009 konvergieren die Prognosen dann zum tatsächlichen Wert. Und das ist der interessante Punkt. Die Prognosen führen exakt zum Zielwert. Leider erst Ende 2009. Aber vielleicht gibt es schon vorher einen Trend.

Trägt man von Prognosen für 2009 das prognostizierte Wirtschaftswachstum gegen das Prognosedatum auf, ergibt sich ein ziemlich dramatischer Verlauf. Das überrascht nicht. Aber ist das ein Trend? oder hat der Verlauf keine Aussagekraft für die zukünftigen Prognosen und damit auch nicht für den tatsächlichen Wert für 2009?

Ich sehe mindestens 5 Szenarien:
  • die aktuellen Prognosen sind zu pessimistisch und werden in den nächsten Monaten wieder korrigiert [1]. Vielleicht sind die Wirtschaftsinstitute in eine kollektive Panik verfallen und alles beruhigt sich wieder. Dann könnten wir glimpflich davonkommen. Dafür müssten die Prognosen aber bald eine scharfe Wende machen. Um zu beurteilen ob das realistisch ist, müsste man untersuchen ob es solche scharfen Tendwenden bei Prognosen schon früher gegeben hat.
  • die Prognosen sind jetzt genau richtig. Das bedeutet, dass sie ab jetzt bis Ende des Jahres konstant bleiben [2]. Das ist immer noch ein scharfer Knick. Warum sollte die Prognose vom Dezember noch falsch gewesen sein, aber die vom Januar perfekt im Ziel liegen? Ein ähnliches Szenario wäre ein kurzer Dip der Prognosen unter -3% und dann ein Rebound auf -2% was zum gleichen Ergebnis führt.
  • die Prognosen stabilisieren sich bald [3]. Dann könnten wir mit -3,5% davon kommen.
  • der Trend setzt sich fort und stablisiert sich nicht mehr in 2009 [4]. Dann drohen -5% oder schlimmer.
  • möglich wäre auch, dass die Prognosen eine langsame Wende zum Besseren machen. Sie könnten erst dem Verlauf von [4] folgen und gegen Jahresende doch noch 1% nach oben gewinnen. Dann könnten wir bei -3% ankommen. Genauso gut geht auch [3] mit einer Wende zum Guten und Ergebnis bei -2%. Andererseits war der Absturz ziemlich krass. Mathematisch: der Absolutwert der Krümmung der Kurve ist groß. Erfahrungsgemäß sind Wendungen zum Negativen in der Wirtschaft agiler, als die zum Positiven. Wenn man mal nicht davon ausgeht, dass es noch größere positive Krümmungen gibt, als die negative, die wir gerade erlebt haben, dann braucht die Wende zur positiven Steigung eher ein Jahr und für 2009 sieht es finster aus.
Die Hoffnung sagt [3]. Aber die Januarwerte deuten eher auf [4] hin. Ich sage mal für 2009: -3,5% +/- 1%. Alles andere nicht ausgeschlossen.

Klar ist, dass man für eine wissenschaftliche Analyse das Verhalten von Prognosen über viele Jahre analysieren müsste. Dann könnte man typische und maximale Krümmungsradien bestimmen und über die Statistik abschätzen wir wahrscheinlich eine Trendumkehr, in diesem Fall sogar die erhoffte zweite Trendumkehr ist.

Ach ja, wenn wir schon in die Kristallkugel schauen: DAX 3.500 :-)

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